Autor: z13l5ch31b3 Thema: Day*  (Gelesen 420 mal)

Offline z13l5ch31b3

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Day*
« am: Freitag, 05.Feb 2016 - 14:02 Uhr »
Spoiler for Verborgen:
Von Zeit zu Zeit werde ich Kapitel für Kapitel schreiben, sollte interesse an einer weiteren 'DayZ Geschichte' bestehen. Zu Anfang jedoch erst einmal nur ein Prolog, damit ihr wisst auf welche Art Schreibstil ihr euch einlasst. Erwartet also noch keine Action. Anhand des Feedbacks dann mehr.

Tag1 - Ankommen - Prolog

Dunkle mit Regen getränkte Wolken hingen über Chernarus -unserem diesjährig auserkorenem
 Urlaubsziel. In diesem Teil der meist ländlichen Gegenden fuhr unser Wagen holprig über den
matschigen Feldweg, der letzte Guss konnte also noch nicht lange her sein. Kein Wunder also
das weit und breit keine Menschenseele auszumachen war.
Angekommen in einer kleinen Ortschaft, dem Ortsschild nach ein Dorf namens Myshkino, haben
wir uns erstmal nach einem Hostel oder einer ähnlicher Backpackerunterkunft umgesehen. 'In
der Stadt sind die Zimmer bestimmt 3x so teuer', sagte mein Funke kurz bevor ich den Wagen
abhielt -und da gab ich ihr vollkommen Recht. Wir sind schließlich nicht mit dem Auto gefahren
nur damit wir das gesparte in eine teure Unterkunft investieren. Sollte eh ein Urlaub werden um
mal 'fremdes Land' zu sehen, nicht um Hotelzimmerstandarts zu vergleichen.

Wir stiegen aus und das erste was uns auffiel, und auch direkt von mir kommentiert wurde mit
"Mann, so tot wie bei uns auf einem regnerischem Sonntag", war dass es niemanden ins Freie zog.
Sie schaute mich an und mit einer hochgezogenen Augenbraue antwortete sie knapp:"Mecker nicht
direkt, bei so 'nem Wetter zieh ich auch lieber die Couch vor -ist ja nicht grade warm hier draussen."
Unsere Blicke schweiften die, so war anzunehmen, die 'Hauptverkehrsader' des Dorfes hoch und
runter. "Also los, kann auch 'ne Dusche vertragen",  kam von mir als ich mit einer Hand auf das
Autodach klopfte und fügte hinzu, "wird wohl grade Mittag sein hier. Hoffentlich haben sie uns etwas
aufgehoben.". Lächelnd, weil ich wusste ihr hing der Magen ebenso auf dem Boden stieg sie wieder
ein und ich tat es ihr gleich.  Der Regen setzte wieder ein und ich schaltete Scheibenwischanlage und
Scheinwerfer ein. 'Ganz schön düster draussen' dachte ich und rechnete in der kommenden Stunde
mit einem aufziehendem Unwetter. Ich sollte recht behalten denn kaum hatte ich dies zuende gedacht
zuckte auch schon der erste Blitz über den Himmel, welcher von grollendem Donner begleitet wurde.
"Scheint sich direkt über uns zu befinden" - "...scheint so." antwortete ich grinsend, weil ich wusste
das sie dies lediglich erwähnte um zu versuchen ihr ängstliches Gemüt durch reden zu beruhigen.
'Besser als schweigen', dachte ich, denn hierher zu kommen hat unser beider Nerven doch arg
strapaziert. Nicht zuletzt weil das Navi kurz nach Fahrtantritt den Geist aufgab weil ich vergessen
habe das Ladekabel anzuschließen. Rückblickend haben wir uns jedoch kaum verfahren auf dem Weg
hierher. "Wir checken gleich ein, duschen, essen und schauen mal ob in der Stadt etwas los ist",
meinte ich. "Klar," seuselte sie, "wenn wir die finden..." und smilte mir neckisch zu als sie sah das ich
erst kontern wollte, dann aber selbst bemerkte das sie mich nur aufziehen wollte. "Ob hier mal
etwas Gastwirtschaftliches auftaucht -habe ich mich gefragt." sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihr
während mein Blick von rechts nach links durch die kaum noch freie, vom Wasser überflutete
Frontscheibe schweifte, auf die unaufhörlich der Regen niederprasselte.

Nachdem wir das Dorf durchfahren haben, waren wir froh wieder auf fester Straße unterwegs zu sein,
und fuhren Richtung Pustoshka, der Karte nach das nächtgrößere Dorf in der Umgebung.
"Immer noch nichts los," sagte sie während sie die Gegend musterte, "..dahinten, eine Kneipe!" fiel ich
 ihr ins Wort als ich das zur Straße hin, im Wind wackelnde Schild sah und tatsächlich nach Gastro aussah.
Doch als wir hastig ausstiegen und den Wagen abschlossen um die Räumlichkeiten zu
betreten, sollte uns das Schicksal erneut überraschen. Wieder einmal nicht zum positiven, und Donner
grollte erneut über uns hinweg kurz nachdem sich unsere im Lichtblitz getroffenen Blicke trafen.