Autor: HawaiiSamurai Thema: Gewissensbisse - Tagebuch eines Banditen  (Gelesen 2819 mal)

Offline HawaiiSamurai

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Re: Gewissensbisse - Tagebuch eines Banditen
« Antwort #30 am: Montag, 08.Dez 2014 - 15:28 Uhr »
Plötzlich während ich gerade einen Haufen Blechdosen durchwühlte und Digidani Lexta mit Schmerzmitteln versorgte, durchbrachen Schüsse die Stille. Die zwei auf dem Dach warfen sich auf den Boden und pressten ihre Köpfe auf den kalten Betonboden. Ich suchte hinterm Haus Deckung.
Ein Scharfschütze hatte uns aufs Korn genohmen aber nicht getroffen. Wir konnten allerdings die Richtung nicht komplett ausmachen. Während Lexta und Digidani über den Rand des Daches des Horizont absuchten, lief ich im Schutz des Hauses und des Krans an den Blechzaun herran und suchte mit dem Fernglas den Hügel im Osten ab. Zu meinem Glück lag niemand dort. Wir gingen die genaue Position von Lexta und Digidani durch und überlegten woher man darauf ein Schussfeld hatte. Unerwartet rief Digidani auf. Er hatte ihn gesehen. Mittlerweile, keine 200 Meter mehr von unserer Position aus kroch ein Überlebener gut getarnt in einem Ghillie Suit zwischen den Bäumen im Südosten auf uns zu. Blitzschnell rannte ich um das Haus herum, um auf der anderen Seite des Blechzauns eine bessere Sicht zu haben. Digidani lies ihn nicht mehr aus den Augen. Er versteckte sich hinter einem Baum und wartete auf eine Schussposition. Einige Zeit passierte gar nichts. Niemand wollte einen Fehler machen. Angespannt warteten wir bis sich der Scharfschütze wieder blicken lies. Ich schlich entlang des Blechzauns zum Ausgang des Geländes und lief außerhalb des Sichtfeldes an das Wohnhaus gegenüber der Straße. Der Scharfschütze war jetzt keine 50 Meter weit weg. Digidani sah noch als der Scharfschütze von der Ostseite hinter dem Wohnhaus verschwand. Jetzt lag es an mir. Ich würde ihn hier abfangen sobald er versuchen würde von hier eine Schussposition zu erlangen. Ich versteckte mich hinter einer Nische und behielt die Ecke im Auge. Digidani konzentrierte sich auf die linke Seite des Wohnhauses.
Motorengeräusche waren zu hören. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Ein Lada fuhr von Nordwesten an der Ecke der Baustelle vorbei und hielt kurz hinter der Tankstelle an einigen Benzintanks. Zwei weitere Überlebene stiegen aus, schwer bewaffnet. Während einer damit anfing mit seiner Pistole einige Zombies zu erledigen, begann der andere die Benzinkanister an den rostigen Tanks zu füllen. Lexta änderte seine Postion Richtung Westen um von dort Sicht auf die Tankstelle zu haben. Wir warteten ab. Gehörte der Scharfschütze zu den zwei anderen Überlebenen? Wir verharrten auf unseren Positionen. Plötzlich hallte ein Schuss durch die Straßen von Sabina. Ich sah wie der eine Überlebene, der dabei war das Auto zu tanken blutüberströmt zu Boden ging. Der andere Überlebene eilte hastig hinter das Auto, von dort Richtung Tankstelle in Deckung. Raus aus dem Schussfeld des Scharfschützens. Eine gezielte Salve von Lexta aus seinem Maschinengewehr riss den anderen Überlebenen zu Boden.
Der Scharfschütze schaute kurz zwischen den zwei Häusern hindurch, ich hatte jedoch auf die Tankstelle gesehen und keine Schusspostion gehabt. Plötzlich verschwand er wieder. Digidani rief. Der Scharfschütze blickte von der Ostseite des Gebäudes auf die Baustelle.
Das war meine Gelegenheit. Ich lief nach vorne. Die G36 im Anschlag. Digidani rief nochmal. Der Scharfschütze schien sich zurück gezogen zu haben.
In diesem Moment kam er auch schon um die Ecke genau auf mich zu. Mit zwei gezielten Feuerstößen in den Kopf und die Brust rissen meine Kugeln ihn zu Boden. Er war sofort tot.
Ich ging in Deckung und durchsuchte die Leiche des Scharfschützen nach brauchbaren Gütern. Nichts dabei für mich, aber vielleicht für Digidani.
Während Lexta uns Deckung gab lief Digidani zur Leiche des Scharfschützen und nahm sich seiner Ausrüstung an. Ich lief in der Zeit zum Auto der zwei anderen Überlebenen. Konnte sie aber nicht mehr ausfindig machen. Lediglich der Wagen war fast vollständig repariert und fast vollgetankt. Ich schnappte mir den Wagen und fuhr ihn zu unserem anderen.
Ohne Verluste, mit einer Ausrüstung für einen Scharfschützen und einem weiteren Lada meisterten wir die Situation.

Wir machten uns wieder an die Arbeit. Uns fehlten noch Reifen für den SUV doch wir sollten nicht zur Ruhe kommen.
Lexta sah einen weiteren Überlebenen der sich von Nordwesten durch einen Hinterhof an die Baustelle schlich. Ich rannte hinter den Blechzaun, um eine genaue Sicht auf den Überlebenden zu haben. Er hatte einen AS50 in der Hand. In einem unvorsichtigen Moment, als er seinen Kopf über den Blechzaun streckte entlud sich eine Salve aus Lextas Maschinengewehr in seinen Kopf. Ich sah wie er Blut überströmt zu Boden ging. Weitere Schüsse schlugen in seinen Gliedmassen ein.
Ein AS50 Schuss war zu hören und Digidani der von der anderen Seite der Baustelle die Situation beobachtete und Deckung gab ging schwer getroffen zu Boden. Ein schmerzerfüllter Schrei, dass ein weiterer Scharfschütze in dem anderen Gebäude war kam bei uns an, bevor nur noch ein Rauschen durch sein Funkgerät zu hören war. Wir konnten uns nicht erklären, wie der andere Scharfschütze auf das Gelände vordringen konnte. Wir hatten alle Eingänge dauerhaft im Blick. Doch wir hatten keine Zeit uns darum Gedanken zu machen. Schüsse schlugen neben Lexta ein, der hinter einem Steinhaufen Deckung suchte. Im zweiten Stoff des östlichen Gebäudes war der Scharfschütze und hatte Digidani aus nächster Nähe erschossen und jetzt Lexta im Visier. Ich nutzte die Gelegenheit und schlich mich durch das Treppenhaus nach oben. Dort sah ich ihn mit der AS50 im Anschlag hinter einigen Steinen sitzen, auf Lexta lauernd. Ich zögerte nicht und drückte ab. Mehrere Salven aus meiner G36 durchschlugen den Körper des Angreifers. Blutüberströmt ging auch er zu Boden.
Es wurde zu heikel hier. Wir waren schon viel zu lange hier. Wir mussten weg. Während Lexta wieder die Umgebung kontrollierte, warf ich hastig die Ausrüstungsteile von Digidani in eines der Autos. Vielleicht bot sich die Gelegenheit, dass sie nochmal Verwendung finden würden.
Währenddessen fand ich auch noch die fehlenden Teile für unseren SUV.
Digidani erholte sich wie durch ein Wunder von seinen schweren Wunden und schloss wenige Zeit später wieder zu uns.

Wir fuhren mit beiden Autos aus der Stadt als wir wieder einen Helikopter hörten. Wir sahen ihn schliesslich auch, als er gerade im Südwesten der Stadt herunter ging. Vielleicht war es der Helikopter von vorher?
Als wir gerade den Landeplatz ausmachten und Sicht auf den Helikopter hatten, hörten wir einen AS50 Schuss der knapp an uns vorbei ging. Wir sahen den Helikopter auf einem Parkplatz stehen und eine Leiche davor liegen. Ein weiterer Schuss. Ich drückte das Gaspedal durch. Lexta kam von der anderen Seite und wendete hastig das Auto. Ein weiterer Überlebener kam durch einen Busch auf uns zu gelaufen. Wir drückten aufs Gas und fuhren Richtung Stadtausgang als ein Motorrad uns entgegegen kam. Ich hielt voll drauf zu und verpasste knapp, der Motorradfahrer geriet ins Schlingern, aber auch Lexta der etwas hinter mir fuhr verpasste ihn nur knapp. Der Motorradfahrer wurde deutlich langsamer und hatte Probleme seine Maschine zu kontrollieren. Wir stiegen aus den Wagen aus und eröffneten das Feuer. Während Lexta das Motorrad zersiebte durchschossen Kugeln aus meiner G36 den Brustkorb des Fahrers.
Jetzt aber nichts wie weg. Wir stiegen wieder in die Autos und fuhren nach Norden zum SUV. Zu riskant war uns die Situation in Sabina.
Aber wir hatten es geschafft unbeschadet aus den Straßenschluchten zu kommen.
A dagger at night is worth a thousand swords at dawn.
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