• DayZ Erfahrungen (Experimental wir kommen...mal wieder...) 5 2
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Autor: Kaneda Thema: DayZ Erfahrungen (Experimental wir kommen...mal wieder...)  (Gelesen 5878 mal)

Offline Kaneda

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Re: DayZ Erfahrungen (Tag 19 You are the dancing queen)
« Antwort #15 am: Dienstag, 29.Apr 2014 - 11:36 Uhr »
Tag 20

Ich hatte vor einigen Tagen einer Freundin von dem Spiel hier erzählt. Vor geraumer Zeit hatte ich Sie mit The Walking Dead angefixt und seitdem schaue ich mit ihr regelmässig Zombiefilme. Ich amüsiere mich immer wenn Sie dann neben mir zusammenzuckt oder ihre Fingernägel in meinen Arm rammt.

Nun wollte Sie mir einmal beim Spielen zuschauen.
Ich ging auf einen Hardcore Server, da ich dort einen fresh Spawn Charakter hatte und lief los. Ich erklärte ihr auf dem Weg nach Berezino einige Sachen und rannte in jedes Gebäude um nach Ausrüstung zu suchen. Anfangs ging es so:
"Was ist das ?"
"Eine verrottete Orange"
"Wofür ist die gut ?"
"Um sich eine Lebensmittelvergiftung zu holen !"
"Aha..."
"Oder wenn du böse spielst um damit eine Geisel zu füttern die dann die Vergiftung bekommt"
"Das ja gemein...aber lustig"
" :o "

Nach kurzer Zeit war Sie voll drin und schaute angestrengt auf den Monitor, half mir beim suchen und zeigte mir immer irgendwas:
"Da...da liegt was"
"Ja da liegt ein Stein"
"Nimm ihn, damit kannst du doch sicher zuhauen"
"Ähhh...nein, das ist eine Textur von einem Stein...den kann ich nicht aufheben"

oder

"Da liegt ein Cowboyhut"
"Ja das ist einer"
"Setz den auf !!"
"Was ?? Der sieht blöd aus, ich behalte meinen Schlapphut"
"Setz den auf !!!"
Jaaaa....bitte...ich setz ihn auf"

Einen orangenen Regenmantel musste ich mir dann auch noch anziehen, denn es regnete ja...

Die ersten Zombie begegnungen liefen im Sprint ab, da ich bis auf einen rostigen Hammer irgendwie nichts hatte/fand...
Ich warf ständig Schulterblicke und merkte wie angespannt Sie neben mir saß wenn der Zombie bedrohlich näher kam. Im Sprung verpasste mir dann einer auch einen Schlag und ich fing sofort an zu bluten. Während ich mit der ruhe einiger DayZ Stunden einfach weiterlief um ihn abzuhängen und mich dann in Ruhe zu verbinden, wurde es neben mir hektisch. "Du blutest...du stirbst gleich...tu doch was...bitte stirb nicht...blöder Zombie..."
Nachdem ich mich dann in aller Ruhe verbunden hatte, erreichte ich auch die Ausläufer von Berezino. Ich rannte die Baustelle hoch und unter mir sammelten sich 3 Zombies, stöhnten und grunzten um die Wette. Ein Zombie folgte mir sogar die Treppe rauf, fiel dann aber runter und war tot.
Hier fand ich dann eine Spitzhacke und fing an die Zombies zu töten. Sie sollte ja auch was erleben.
Während ich also versuchte die beiden zu töten rutschte Sie neben mir nervös auf dem Stuhl hin und her, zuckte zusammen wenn ich einen Schlag abbekam und schnaufte erleichtert durch als ich die beiden getötet hatte.

Weiter ging es in die Stadt und weiter ging das erschrecken neben mir.
Jedesmal wenn ich durch ein Haus rannte und einen Zombie aufschreckte, zuckte Sie und wenn ich dann grinste, bekam ich einen Schlag auf den Oberarm.
Im unteren Teil der Stadt flogen mir dann plötzlich Kugeln um die Ohren. Ein M4 Schütze und ein Sniper beschossen mich und ich sah zu das ich aus der Schusslinie kam. Der Puls von der Freundin ging hoch,  sie fieberte mit und verfluchte die Schützen. Ich rannte um 2, 3 Ecken und stand plötzlich Auge in Auge mit einem Zombie. Links neben mir quiekte es, aus den Lautsprechern kam ein grunzen und auch ich erschreckte mich so sehr das ich den Dosenöffner zückte anstatt die Spitzhacke.

Nachdem die Situation (mit Spitzhacke) bereinigt wurde, zog ich mich aus der Stadt zurück und loggte mich aus.

Ich zeigte ihr im Anschluss noch Ausschnitte von einigen BCH Videos, musste ihr erklären wieso die Jungs teilweise keine Hosen trugen und von Murat war sie ganz angetan.

Zur Verabschiedung bekam ich dann ein großes Dankeschön, das Spiel gefiel ihr richtig gut und sie würde mir gerne öfter über die Schulter schauen. Dann bekam ich noch einen kräftigen Schlag auf den Oberarm (immer auf die gleiche Stelle...) weil ich mich so sehr darüber amüsierte wenn Sie sich erschreckte.


Erkenntnis des Tages: Flecktarnhose, orangene Regenjacke und schwarzer Cowboyhut sieht albern aus. Gott sei dank wurde ich nicht gezwungen die Rote Trainingshose anzuziehen.


Offline Skippyger

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Re: DayZ Erfahrungen (Tag 20 Setz den Cowboyhut auf !!)
« Antwort #16 am: Dienstag, 29.Apr 2014 - 13:24 Uhr »
Wiedermal eine schöne Geschichte. Ich schlussfolgere daraus die Freundin mag dich aber ich spiele lieber wenn meine Frau nicht neben mir sitzt.

Offline Kaneda

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Re: DayZ Erfahrungen (Tag 20 Setz den Cowboyhut auf !!)
« Antwort #17 am: Donnerstag, 01.Mai 2014 - 11:48 Uhr »
Tag 22


Am Tag 22 traf ich mich wieder mit skippy um gemeinsam über die Server zu hüpfen. Diesmal war auch sein Sohn mit von der Partie. Wir trafen uns und tauschten Waffen und Munition aus und überlegten uns dann was wir denn so anstellen wollten. Ich schlug vor das wir doch mal zum westlichen Airfield rennen könnten, so langsam kannte ich den Osten ja in und auswendig. Gesagt getan, wir gingen los, nahmen uns auf dem Weg dorthin gegenseitig Blut ab und eine gefühlte Ewigkeit später kamen wir tatsächlich dort an. Wir erreichten das Gelände bei einem Militärischen Zeltlager und nachdem wir uns vergewissert hatten das niemand vor Ort war, nahmen skippy und ich uns taktisch Zelt für Zelt vor.
Im TS hatte sich mittlerweile auch Ses1985 eingefunden und seinen Wunsch nach einem long Range Scope konnte ich ihm nach einigen Zelten auch erfüllen. Nachdem wir die Zelte durchsucht hatten gingen wir, gegenseitig Deckung gebend, weiter vor in Richtung Landebahn/Hangar. Derweil starb Ses1985 am östlichen Airfield und meckerte verständlicherweise. Doch nur kurz, denn auf seiner Tour um sich wieder aufzurüsten fand er in den ersten 3 Gebäuden jeweils eine Mosin.  :o

Ich plünderte derweil das erste Gefängnis während mir skippy und sein Sohn Feuerschutz gaben. Im ersten Hangar angekommen verabschiedete sich (nicht zum ersten mal an diesem Tag) meine W-Lan Verbindung für einige Sekunden. Ich verlor die Verbindung und musste neu joinen. Kaum war ich wieder da, warnte skippy mich angespannt, das dort gerade 2 Leute aufgetaucht seien und ins Gefängnis gelaufen waren. Der Puls stieg noch etwas mehr an als ich dann aus dem Hangar raus lief, am Gefängnis vorbei Richtung Wald wo skippy und sein Sohn warteten. Wir entschieden uns das Gelände zu verlassen und uns wieder nach Osten aufzumachen, um uns mit Ses zu treffen. Kurzzeitig nahmen wir an das uns die beiden unbekannten gesehen hatten, doch weder wurden wir verfolgt, noch beschossen. Also ging es wieder Richtung Osten. Nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit kamen wir an. Wir verliefen uns ein wenig, doch skippy fand schnell den Weg wieder und so kamen wir in Krasnostav an. Ses machte sich von Berezino auf um sich mit uns zu treffen und wir schauten uns ein wenig um. Wir waren gerade bei der Polizeistation als ich 2 Leute die Strasse hochlaufen sah. Ich warnte skippy und seinen Sohn und wir gingen rund um die Polizeistation in Deckung. Die beiden unbekannten hatten uns auch gesehen und taten das gleiche. Es kam eine sehr junge Stimme an mein Ohr die hektisch "We are friendly...we are friendly" rief. Ich wechselte meine Position um die beiden nicht aus dem Auge zu verlieren und wollte gerade antworten "We are friendly to" als mir 2 Schüsse aus einer SKS um die Ohren pfiffen. FÜRN ARSCH friendly...

So antwortete ich "WE are friendly !! but you Shoot first" und gab eine Salve auf einen der beiden ab der gerade um eine Ecke verschwand. Es entstand ein Katz und Maus Spiel und einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit meinerseits nutzen die beiden um mich unbemerkt zu umlaufen und in das Gebäude hinter der Polizeistation zu gelangen. skippy warnte uns noch, doch in dem Moment erklangen 2 Schüsse aus der SKS und sein Sohn ging zu Boden. Die nächsten 2 Schüsse galten mir und ich brachte mich aus der Schusslinie. Ich schlich von Hausecke zu Hausecke, schliesslich sah ich einen der beiden und er mich auch. Ich gab 3-4 Schüsse auf ihn ab, das Blut spritzte und ich glaube er kippte um. Doch genau konnte ich das nicht mehr beurteilen, denn es hallten 2 SKS Schüsse durch den Ort und ich war tot. Grumpf...

Im TS sagte Ses das er im Ort angekommen war und uns gleich unterstützen könne.
So konnte ich dann, während ich neu spawnte im TS mitverfolgen wie skippy und Ses sich sammelten und die Situation zu unseren Gunsten endgültig klärten.
Ich machte dann den Fehler und wollte querfeldein so schnell wie möglich zu den beiden zurück. Man muss dazu sagen, ich habe in diesem Spiel einen Orientierungssinn wie ein Blinder mit einem blindem Blindenhund. Während skippy und Ses auf mich warteten verlief ich mich hoffnungslos. Ses meinte noch ich solle mich an der Sonne orientieren, doch auf dem Server regnete es und Sonne war nicht wirklich zu sehen. Erschwerend kam hinzu das, als ich mich zum Orientieren umschaute, plötzlich ein Zombie lautlos hinter mir auftauchte und mir eine verpasste. Ich erschreckte mich so dermaßen und zuckte mit der Hand an der Maus, das ich mich wahrscheinlich 4x wild drehte und dann blindlings weg rannte. Damit hatte ich die Orientierung vollends verloren. Ses und skippy gaben die Hoffnung dann auch auf und rannten zum Airfield. Ich irrte weiter durch Wälder und über Felder und während ich so langsam aber sicher am verhungern war, gab ich alle Hoffnung auf. Ich erreichte einen kleinen Ort und warf mich einem Zombie zum Frass vor.

Frisch bei Berezino gespawnt lief ich diesmal auf den Wegen entlang zum Airfield um mich mit den beiden zu treffen. Ich hatte keine Lust mich nochmal zu verirren. Während ich dem Airfield näher und näher kam, hatten die beiden feindlichen Kontakt. Kurz bevor ich ankam, resetete dann der Server und ich wurde einen halben Kilometer nach hinten versetzt beim wieder einloggen. Derweil hatte skippy ein Feuergefecht mit 2 maskierten. Einen konnte er erledigen, der zweite machte ihn dann kaputt.
Ich erreichte das Airfield und stürmte, von einem Zombie verfolgt in das erste Gefängnis. Ich sah skippy´s Leiche und die Leiche von dem anderen Kerl. Ses warnte mich das der zweite im ersten Stock hockte, doch ich hatte erstmal das Problem dieses verwesende Vieh, das mich angrunzte und verprügelte, loszuwerden. Besonders helle schien der Typ eine Etage über mir nicht zu sein oder er war taub. Statt runter zu kommen und mir und dem Zombie mit gezielten Schüssen den garaus zu machen, blieb er oben. Somit konnte ich in Seelenruhe den Zombie plätten, mich verbinden, eine Soda trinken und skippy´s M4 aufnehmen. Dann erst bequemte sich der maskierte unbekannte die Treppe runter, legte mit seinem Snipergewehr auf mich an...und...starb...

Ich sicherte im Anschluss Skippy´s Ausrüstung und sein Sohn gesellte sich wieder zu uns.
Danach erforschten Ses und ich noch das Airfield, stockten Ausrüstung auf und entledigten uns noch weiterer Besucher die mit der M4 im Anschlag auf uns zuschlichen.
Auf höhe des Towers kam dann ein blutender Cowboy auf mich zugerannt, rief "friendly...friendly" und tanzte um mich herum. Ses sagte ich sollte auf Nummer sicher gehen und ihm einen Schuss ins Bein geben. Ich ließ den Cowboy sich erstmal verbinden und gab dann einen Warnschuss direkt vor seine Füsse ab und deutete ihm an das er verschwinden sollte. Doch der Kerl tanzte weiter um mich rum und zog, als er mich gerade wieder umrundete, eine Axt. Soviel zum friendly...ich schnaufte...schoss und der Cowboy landete mit dem Gesicht im Dreck.
Wieso konnte er nicht einfach weggehen ? Ich hockte da mit Waffe im Anschlag, gab einen Warnschuss ab, war ihm offensichtlich allein schon vom Equipment überlegen, wieso also musste er seine Axt zücken und auf mich zustürmen ? Das widersprach dem Grundgedanken vom Spiel...Überleben ist das Ziel...hingen die Leute so wenig an ihren Charakteren das sie sich im Kamikazestil auf alles und jeden stürzten ? Naja...

Mittlerweile war auch skippy wieder da, holte sich das was von seiner Ausrüstung noch brauchbar war und gemeinsam zogen wir dann auch bald weiter. Es hatte sich noch ein Kumpel von Ses im TS eingefunden und da er nicht so wirklich wusste wo er war, Ses aber eine Vermutung hatte, rannten wir ihm entgegen. Wir trafen uns mit ihm in einer namenlosen Ortschaft, Ses verabschiedete sich, während wir verbliebenen noch ein wenig Ausrüstung tauschten und den Ort nach brauchbaren Zeug abklapperten. Ich wollte mich auch gerade verabschieden, da hörte Lomix (ich glaube so hieß Ses Kumpel) einen Schuss aus einer Schrotflinte. Die Neugier verleitete uns dann mal nachzuschauen und am anderen Ende des Ortes sah ich dann auch zwei unbekannte die Strasse lang kommen. Lomix fragte noch "friendly ?" als die beiden ihre Waffen zückten und von der Strasse rannten. Anscheinend waren sie nicht friendly unterwegs. Ich brachte mich dann auch mal wieder in Deckung (*schnauf*) und schaute wo die beiden abgeblieben waren. Ich bekam dann urplötzlich von der Seite eine Ladung Schrot ab und hatte Glück das der Schuss entweder zu unplatziert war oder von zu weit weg kam. Auf jedenfall blieb ich am Leben und wenige Sekunden später machte es zweimal *peng* und die beiden unbekannten lagen am Boden. Lomix stand auf der Strasse mit der Mosin im Anschlag und hatte kurzen Prozess mit den beiden gemacht.
Es ärgerte mich wieder. Wieso musste es so enden ? Wir waren zu viert, offen auf der Strasse, gaben uns als friendly zu erkennen, waren mit Schusswaffen (2x M4, 1x Mosin und einmal SKS) in der Hand den beiden deutlich überlegen und dennoch suchten die beiden das Gefecht, dabei hatten sie nichts ausser Schrotflinten dabei. Also wieso musste es so eskalieren ? Es gab keinen Grund...dennoch endete es so wie es endete und das ärgerte mich.

Kurze Zeit später loggte ich mich entgültig aus dem Spiel aus und ging ins Bett.

Offline Skippyger

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Re: DayZ Erfahrungen (Tag 22 - Go West !! ...aber nur kurz...)
« Antwort #18 am: Donnerstag, 01.Mai 2014 - 13:19 Uhr »
Wieder ein schöner Abend mit den Jungs. Wenn ich das jedesmal erlebe werde ich das Rentenalter nicht erleben und vorher an einem Herzkasper sterben. Hoffe ich werde mal gelassener bei einem Feuergefecht.

Offline Kaneda

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Re: DayZ Erfahrungen (Go West !! Diesmal aber richtig...)
« Antwort #19 am: Sonntag, 11.Mai 2014 - 20:00 Uhr »
Go West !!
Diesmal aber richtig...


Nach über einer Woche DayZ Abstinenz, hatte ich endlich mal wieder Zeit ein bisschen zu spielen.
Praktischerweise schrieb mich skippy an und fragte nach, wann ich denn mal wieder zocken wollte.
Wir verabredeten uns und trafen uns erneut im Namenlosen Ort über dem Nordöstlichen Airfield.
Kurz rannten wir die Gebäude ab um meine ruinierten Klamotten zu ersetzen und dann entschlossen wir uns Richtung Westen zu gehen, da ich dort noch nie wirklich war.
Skippy spielte also den Reiseführer und wir spurteten los. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir westlich vom Flughafen (den kannte ich ja schon, also ignorierten wir ihn) beim Ende der Bahnstrecke an. Kurz umgeschaut und dann auf nach Lopatino. Hier wurde Sightseeing betrieben, ich machte Screenshots, man schaute sich um, killte den ein oder anderen Zombie und ging dann weiter.
Auch in den nächsten Ortschaften (Pustoshka, Sosnovka, Zelenogorsk und Pavlovo) machte ich Bilder, wir killten Zombies und schauten uns alles mal genauer an.

Dieser Teil der Welt wirkte wie ausgestorben, niemand begegnete uns, alle Türen waren verschlossen und wären die Zombies nicht gewesen, wäre es wirklich langweilig geworden. Die Zombies waren es wohl auch nicht gewohnt lebende Menschen in der Gegend anzutreffen und waren dementsprechend neugierig und strömten von allen Seiten auf uns ein. Wir hatten gut zu tun und kloppten uns die Äxte an den Zombieschädeln schartig. Anfangs war dies noch normal, später wurde es echt nervig, denn die Viecher zerfetzten mir ein Kleidungsstück nach dem anderen.

Schliesslich kamen wir zur Militärbasis und erkundeten das Gelände ausgiebig. Ich fand neben neuer Kleidung auch einen schönen neuen und vor allem heilen Rucksack und packte gerade mein Inventar um als der Server neu startete. Auf einem neuen Server wieder neu gestartet war zum Glück mein komplettes Inventar noch vorhanden, ich hatte schon Panik das es bei der Umpackaktion und dem Neustart futsch sein könnte. Allerdings war alles weg was ich kurz vor dem Neustart gefunden hatte und somit ging die Klamottensuche weiter bzw. vom neuen los. Wir verließen dann die Militärbasis und machten uns auf zur nächsten Ortschaft. Es wurde mittlerweile ziemlich schnell dunkel, doch bevor wir uns entscheiden konnten ob wir den Server wechseln oder in der Nacht rumspazieren wollten, startete auch dieser Server neu. Wieder eingeloggt lachte uns die frühe Morgensonne entgegen und wir spazierten, jetzt schon etwas vorsichtiger weiter Richtung Komarovo. Aber auch hier erwarteten uns nur ein paar Zombies die uns freudig zur Begrüßung entgegen rannten. Lange hielten wir uns in Komarovo nicht auf und gingen schnurstracks nach Balota. Der Puls ging nun langsam etwas in die Höhe und dementsprechend vorsichtig betraten wir das Gelände. Doch die Vorsicht und Umsicht legten wir schnell ab, denn bis auf ein paar untote Viecher war das Gelände verlassen und unberührt. Wir konnten in aller Ruhe das Gelände von oben bis unten erkunden und nachdem wir ein wenig unsere Ausrüstung aufgestockt bzw. verbessert hatten, verließen wir Balota wieder und machten uns auf nach Chapaevsk.

In Chapaevsk erwartete uns das gleiche Bild wie schon in den Orten zuvor. Türen verschlossen, keine Menschenseele zu sehen aber dafür jede Menge angriffslustige Zombies. Skippy und ich ließen alle Vorsicht fallen und killten mittlerweile die Viecher mit unseren M4´s. Wir hatten wirklich keine Lust mehr uns lahme Arme mit den Äxten zu holen und uns ständig neue Kleidung suchen zu müssen, nur weil die Viecher einen mal trafen und sofort alles ruinierten. Nachdem wir den Ort erkundet hatten, machten wir uns dann auf nach Chernogorsk.

Ich machte mich auf alles gefasst, auf wilde Gefechte, tot umfallen weil einen ein Sniper erledigte oder aber auch auf einfach interessante Begegnungen mit Mitspielern. Ausserdem bot der Ort tolle Ecken für Schnappschüsse. Wir betraten also die Stadt und skippy wollte zu einer Feuerwehrstation in der Nähe. Vorsichtig gingen wir an einer Strasse entlang und entdeckten 2 Zombies. Wir zückten die Äxte und bearbeiteten gerade den ersten als wir plötzlich eine M4 Salve ganz aus der Nähe hörten. Wir ließen die Zombies Zombies sein und rannten zurück in Deckung. Aus sicherer Deckung schauten wir uns die Gegend an, doch wir konnten niemanden ausmachen. Wir hörten weitere M4 Salven und entschieden uns, dem mal auf den Grund zu gehen. Also raus aus der Deckung, wieder Richtung der Strasse und hinter einem Busch in Deckung. Ich linste durch die Blätter und zuckte zusammen, denn es stürmten 3 (!!) Zombies auf mich zu und hatten mich fast erreicht. Ich schoss die Viecher schnell ab und bekam dann von einem vierten (der von der Seite angerannt kam) eine verpasst. Auch diesen knallte ich ab und zog mich sofort wieder zurück, denn mein Geballer hatte sicher jemanden auf uns aufmerksam gemacht. Wir entschieden uns dann für eine andere Route und skippy machte ein Polizeigebäude aus. Die Türen waren verschlossen, also gingen wir ohne große Bedenken hin und skippy ging rein. Kaum war er in der Tür verschwunden, kam von ihm nur ein "Hier drin sind die Türen alle auf" und kaum hatte er den Satz beendet, kam jemand in voller Militärischer Ausrüstung die Treppe runter. Er sah mich mit der M4 im Anschlag und machte sofort kehrt. Ich rief sofort "be cool...be cool...we are friendly" ins Mikrofon und als Antwort kam ein Stimmengewirr. Skippy fragte dann ob Sie Deutsch seien und wir erhielten ein "ja" zurück. Skippy (immer noch im Gebäude) glaubte mindestens 2 Leute gesehen zu haben, vom Stimmengewirr hätten es auch mehr sein können.
Skippy, deshalb mag ich es so sehr mit ihm zusammen loszuziehen, hängt genau wie ich sehr an seinem Charakter. Ein tot seines Charakters ärgert ihn genauso wie mich und der Survivialcharakter des Spiels ist ihm wichtiger als Feuergefechte bzw. unnötige Konfrontationen. Wie diese Situation weitergehen würde, wusste natürlich keiner, es hätten nette Kerle sein können aber ebenso gut hätte es eskalieren können mit viel Blutvergiessen. Skippy schaltete recht schnell in den Survivialmodus und teilte den Leuten eine Etage über uns mit das wir uns ganz friedlich aus dem Gebäude entfernen und sie da oben in Ruhe lassen würden, ganz nach dem Motto "wir tun euch nichts, ihr tut uns nichts". Er kam langsam aus der Tür heraus, ich gab ihm Deckung und schloss dann die Tür. Skippy befürchtete das uns die unbekannten eventuell folgen oder aber vom Dach des Gebäudes beschiessen könnten und so machten wir einen taktischen Rückzug über die Hinterhöfe, immer darauf bedacht nicht in die Schusslinie der Polizeistation zu kommen.

Das einzige was uns verfolgte waren im Anschluss ein paar Zombies und aus dem laufen heraus schaffte ich es sogar Screenshots von den Sehenswürdigkeiten zu machen. Dann hörten wir vor uns plötzlich Schüsse aus einem Snipergewehr. Die Schüsse galten zuerst nicht uns, gingen aber in die Richtung aus der wir kamen. So langsam aber sicher wurde es uns etwas zu heiss in der Gegend und wir entschlossen uns kurzerhand nicht weiter durch die Stadt zu rennen, sondern uns ausserhalb der Stadt ein gemütliches Plätzchen zum ausloggen zu suchen um an einem anderen Tag erneut mutig die Stadt zu erkunden.

Mein Tag endete dann mit reichlich Bier und Mexicaner und der neue Tag empfing mich dann mit einem gehörigem Kater und der Erkenntnis das der Westen der Welt echt ein schöner Ort zum leben und überleben ist. Wenig Menschen, reichlich Zombies für den Survivalaspekt und reichlich Ortschaften um sich seine tägliche Dose Pfirsiche zu suchen. Wenn man sich von den Airfields fernhält und aus den großen Städten, kann man es sich dort auf Dauer wirklich gut gehen lassen.

Offline Kaneda

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Re: DayZ Erfahrungen (Go West !! Part II)
« Antwort #20 am: Montag, 12.Mai 2014 - 20:19 Uhr »
Go West - Part II - ...zurück in den Osten...)


Skippy und ich trafen uns heute erneut und machten dort weiter wo wir vorgestern aufgehört hatten.
Wir liefen nach Cherno und erkundeten die Stadt. Diesmal war es, trotz gut besuchtem Server, totenstill in der Stadt. Bis auf ein paar angriffslustige Zombies war niemand zugegen. Ich konnte ein paar Schnappschüsse fürs Fotoalbum machen und nach einiger Zeit machten wir uns auf wieder in den Osten zu gehen. Der Plan sah vor das wir von Elektrozavodsk über Kamyshovo, Solnichniy, Nizhnoye, nach Berezino laufen wollten. Von da am Airfield vorbei zu dem Ort wo wir vor zwei Tagen unsere Runde über die Karte begonnen hatten.

Wir rannten also los und ich ließ ein Aufnahmeprogramm mitlaufen. Man weiss ja nie wem man begegnet bzw. was man so erlebt. Um es vorweg zu nehmen, wir erlebten nicht wirklich viel. Um genauzusein...nichts...(Aber jetzt nicht aufhören zu lesen, es passiert zum Ende noch was...keine Sorge  ;)  )

Auch Elektro war bis auf die Zombies ausgestorben. Einmal hörten wir aus der Entfernung wie eine Pistole mehrmals abgefeuert wurde, doch das war es schon. Wir konnten niemanden entdecken.
Wir gingen dann weiter, abseits der Pfade und besuchten diverse Sniperspots, trafen aber auch dort niemanden an. Bis wir nach Berezino kamen sahen wir keine Menschenseele, nicht mal einen Fresh Spawn bzw. Bambi auf der Strasse.
Da Berezino ja aktuell "The Place to be" ist wenn man gepflegtes KOS oder PVP betreibt, rannten wir beide auch nicht direkt in den Ort hinein sondern hielten uns etwas ausserhalb und schauten uns das Treiben an. Doch anfangs war gar nichts los. Wir konnten gemütlich Pinkel- und Raucherpausen abhalten und mussten uns dabei keine Sorgen um unsere Charaktere machen. Dann endlich entdeckte Skippy bei der Kirche Bewegungen. Tatsächlich, es tat sich was. Zwei Leute tanzten wild schiessend umeinander rum, es liefen plötzlich Leute durch die Stadt, es kam endlich mal Leben in die Bude !!

Und dann startete der Server neu. Grumpf...

Diese unfreiwillige Unterbrechung der Berezino Show, nutzten wir dann für Real Life Sachen und trafen uns zwei Stunden später wieder. Im Wald hockend zogen wir ein Resümee unserer Reise und Skippy freute sich das wir es überhaupt so weiter geschafft hatten ohne auch nur einmal zu sterben. Wir wollten nun nur noch die Runde beenden und dann mal schauen was wir als nächstes machen wollten. Wir entschieden uns von Berezino direkt zu dem Ort zu laufen und das Airfield aussen vor zu lassen.
Also rannten wir querfeldein los, erstmal in Richtung Airfield. Wir machten dann einen weiten Bogen rechts herum, doch die Neugier packte uns plötzlich. Vielleicht hatten wir ja Glück und es war niemand da. Wir stellten uns in eine Baumgruppe nahe einer Straße und zückten die Ferngläser. Skippy entdeckte dann auch auf dem Tower einen Sniper und wenig später eine weitere Person im Tower. Unsere Entscheidung nicht direkt zum Airfield zu laufen war also richtig gewesen. Wir beobachteten das Airfield noch weiter als es plötzlich ziemlich laut "PENG" machte und Skippy rief "Ich bin tot !!!".
Ich nahm das Fernglas von den Augen und zog die M4 von der Schulter und ging 2 Schritte Rückwärts aus meiner Deckung, ich drehte mich nach links und sah einen Typen mit einer SKS im Anschlag auf der Straße stehen. In dem Moment schoß der unbekannte und ich hatte Glück noch in der Bewegung zu sein. Er traf mich zwar (mein Charakter brüllte auf und es wurde kurz grau) aber anscheinend war es nur ein Streifschuss. Ich setzte 3 gezielte Schüsse ab und der unbekannte fiel mit dem Gesicht auf den Asphalt. Skippy erkundigte sich was gerade passierte, doch auf eine Antwort musste er noch warten, denn ein weiterer Kerl beschoss mich durch die Baumreihe, in der ich vor kurzem noch stand. Mein Bild verlor immer mehr die Farbe und ich fluchte. Ich konnte ihn nicht direkt erkennen und jagte deshalb wahllos Feuerstösse durch die Baumreihe. Ich zersägte die Bäume und den dahinter laufenden Kerl regelrecht. Anschliessend verband ich mich und behandelte die Fraktur. Dann zog ich Skippy´s Charakter bis auf die Unterwäsche aus und schaute mir die beiden Typen an. Von der Kleidung und der Ausrüstung her waren es einfach zwei fresh Spawns die schnell Waffen gefunden hatten und auf dem Weg zum Airfield waren um richtig shoppen zu gehen. Skippy teilte mir derweil mit wo er gerade war und er bedauerte es, das ich das Aufnahmeprogramm nicht laufen lassen hatte.
Ja, leider hatte ich es nach unserer Pause nur einmal kurz angeschmissen um zu testen ob man meine Stimme besser hörte. Denn auf den Aufnahmen vor der Pause hörte man Skippy laut und deutlich und mich so gut wie gar nicht. Ich hatte dann ein bisschen an den Mikrofoneinstellungen gespielt und nur noch kurz getestet anstatt es weiter laufen zu lassen. Ich hätte mir in den Arsch beissen können.

Ich suchte mir dann eine sichere Position, von der ich die Strasse, das Airfield und Skippy´s Leiche gut im Auge hatte und wartete auf ihn. Nach einer Weile kam er auch an und konnte nahezu alles wieder anlegen, nur der Rucksack und seine Axt waren seltsamerweise weg. Dementsprechend auch alles was im Rucksack war. Also rannten wir auf direktem Wege zu dem Ort wo wir hinwollten und schauten ob wir Skippy wieder aufrüsten konnten. Wir fanden auch einiges unter anderem einen Fresh Spawn, der uns bat ihm einen Headshot zu verpassen, damit er schneller zurück nach Berezino kommt.

Wir wechselten dann nochmal den Server, da dieser mittlerweile elendig laggy wurde. Ich futterte eine Kiwi und es dauerte im Anschluss um die 20 Sekunden bis die Waffe wieder in die Hand genommen wurde. Zombies killen war auch eher eine Mutprobe, denn die Axt zücken dauerte ebenso lange oder funktionierte gar nicht.

Auf dem neuen Server lief es dann wieder besser. Wir futterten uns die Bäuche voll und entschieden uns dann doch noch einmal zum Airfield zu laufen, Skippy brauchte noch einige Sachen wie z.b. einen großen Rucksack und vielleicht hatten wir ja Glück. Dort angekommen, fanden wir es ruhig und verlassen vor, allerdings stellten wir fest das die Türen im ersten Gefängnis geöffnet waren. Große Hoffnungen noch irgendwas zu finden machten wir uns deshalb nicht und gingen noch etwas vorsichtiger zu Werke.
Vom Gefängnis arbeiteten wir uns durch die beiden Hangars und durch den Tower. Viel fand man nicht da die Leute vor uns wirklich gut geplündert hatten. Die Türen im zweiten Gefängnis waren aber allesamt verschlossen. Das verwunderte uns ein wenig, doch da wir in der Zelle einen grossen Rucksack für Skippy fanden, war die Verwunderung schnell wieder verschwunden. Allerding wurde Skippy dann doch wieder etwas skeptisch, denn in allen anderen Räumen lag nichts mehr, nur eine verrottete Kartoffel. Wer macht sich denn die Mühe das Gebäude zu looten und schließt dann sorgfältig wieder alle Türen ? Und wieso nur in dem Gebäude, wieso nicht auch in dem anderen ?

Ich verließ dann das Gebäude und hinter mir fielen plötzlich Schüsse und Skippy rief das er beschossen wurde. Ich fuhr herum und sah eine Frau mit Pistole im Anschlag und Skippy der zu Boden ging. Ich fing mir auch 2 Kugeln ein und schoss dann auf die Frau. Skippy fluchte derweil, weil er keinen Plan hatte wo die auf einmal herkam. Dann war aber die Erleichterung gross als er feststellte, das er nur Bewusstlos war. Vielleicht hatte er ja mal Glück.
Die Frau rannte dann um die Ecke, wahrscheinlich zum Nachladen und ich hinterher. Doch nein Sie lud nicht nach, Sie war gerade dabei in der Wand zu verschwinden. Ich feuerte ihr alles was ging hinterher und hörte noch einen Schmerzensschrei. Dann drehte ich mich um und rannte zu Skippy. Ich legte ihm eine Bandage an und er stand auf. Wir regten uns noch kurz über den Glitcher auf und Skippy erfreute sich zum ersten mal an einem nahezu schwarz/weissem Bild. Wir verliessen dann das Airfield, ich legte Skippy noch eine Infusion mit Kochsalzlösung und dann loggten wir uns aus dem Spiel.
Dieser Glitcher hatte uns doch etwas die Laune verhagelt.

Offline Skippyger

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Re: DayZ Erfahrungen (Go West !! Part II)
« Antwort #21 am: Montag, 12.Mai 2014 - 21:08 Uhr »
Ja das war sehr nervig, der erste Teil verlief soooo gut und dann das. Der Glitcher im Gefängnisse war der Hammer. Ich habe nur kurz den Kopf aus dem Boden gesehen dann wurde es schwarz. Wieder einmal war ich froh das Kaneda bei mir war. Freu mich schon auf den nächsten Ausflug.
« Letzte Änderung: Dienstag, 13.Mai 2014 - 07:13 Uhr von Skippyger »

Offline Kaneda

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Re: DayZ Erfahrungen (Go West !! Part II)
« Antwort #22 am: Samstag, 24.Mai 2014 - 12:37 Uhr »
Schöne ruhige Welt aka Brauchst du ein Oberteil ?


Die letzten Tage war ich abwechselnd auf Regular und Hardcore Servern unterwegs.
Auf den Hardcoreservern stapfte ich allein durch die Welt, auf den Regular meist mit meinem Survivalpartner Skippy.

Hardcore

Anfangs lief ich, wie ein scheues Reh, abseits der Wege durch die Welt. Immer darauf bedacht niemandem über den Weg zu laufen. Ich vergewisserte mich mehrfach das auch niemand in der Nähe war wenn ich einen Ort betrat. So konnte ich mir Stück für Stück eine relativ gute Basis an Ausrüstung zusammen sammeln um in der rauhen Welt der Zombies zu überleben. Da ich bisher auf den regular Servern mit einer M4 bewaffnet rumlief, hatte ich mich entschlossen auf den Hardcore Streifzügen mich mit einer SKS oder Mosin auszurüsten. Eine SKS und passende Munition war auch schnell gefunden, dazu noch eine Handfeuerwaffe und somit wurde ich auch etwas mutiger und traute mich sogar allein auf das NO Airfield. Die Gefängnisgebäude wurden links liegen gelassen, es ging direkt in den Tower und anschliessend in den ersten Hangar. Dort stieß ich mit einem Mitspieler zusammen, wir rannten uns fast über den Haufen, doch bevor ich auch nur Hallo sagen konnte, flitzte der andere Spieler wie von der Tarantel gestochen vom Gelände. Da hatte wohl jemand Angst und ich dachte immer ich wäre der größte Schisser im Spiel.
Das war meine erste Begegnung mit einem Mitspieler in 3 Tagen...viel mehr sollten nun auch nicht mehr folgen.
2 Tage später war ich es leid immer allein durch die Gegend zu rennen und ich suchte den Kontakt zu Mitspielern. Mir war es eigentlich relativ egal was für Kontakt, Hauptsache mal was erleben. Also auf zu dem "Place to be", auf nach Berezino. Ich rannte einmal quer durch die Stadt, von der Baustelle bis zum Hafen und traf...niemanden...also abgesehen von den verfaulten Bewohnern der Stadt, doch mit denen war die Konversation doch eher einseitig...
Einmal kurz geschaut wie viele Spieler denn auf dem Server waren, mit mir waren es 18, also recht gut gefüllt. Es musste doch irgendwo einer rumrennen. Also rannte ich weiter die Küste hoch nach Svetlo. Hier standen viele Türen offen also die Chance jemanden zu treffen war gegeben. Freudig ging ich durch die Stadt und traf dann wirklich jemanden. In militärischer Kluft, mit M4 auf dem Rücken und einer Mosin in der Hand stand er plötzlich vor mir. Ich hob zum Gruß die Hand und schalmeite ein freundliches "Hi" ins Mikrofon. Als Antwort legte er mit der Mosin auf mich an, schoss und verfehlte mich. Ok, ich wollte ja Spielerbegegnungen jeglicher Art, also schnaufte ich nur kurz durch und schluckte meine Enttäuschung das es so eine Begegnung wurde schnell herunter. Ich nahm die Füsse in die Hand und brachte mich erstmal aus der Schusslinie. Dann zog ich meine Waffe und nahm das Katz und Maus Spiel an. Ich schlich, jede Deckung die sich mir bot nutzend, herum und suchte den Kerl. Um es abzukürzen, ich wurde nicht fündig. Anscheinend machte er sich aus dem Staub oder er suchte mich und wir rannten beide blind durch die Stadt. Keine Ahnung aber nach 10 Minuten gab ich es auf und verließ die Stadt wieder.
Am nächsten Tag suchte ich mir wieder einen gut gefüllten Server und machte mich erneut auf Berezino und seinen Bewohnern einen Besuch abzustatten. Die Türen im Ort waren teilweise geöffnet, so das ich Hoffnungen hatte bald jemandem zu begegnen. Doch erneut traf ich niemanden, ich wurde nicht beschossen...nichts...Ich hatte den halben Ort durchkämmt und hatte jegliche Hoffnung aufgegeben, da sah ich plötzlich jemanden in einer gelben Regenjacke an einer Strassenecke stehen. Ja...endlich...ein Mensch...juhuuu...Freudestrahlend lief ich auf ihn zu, stellte mich vor ihn und erneut flötete ich ein freundliches "Hi" ins Mikrofon. Es kam keine Reaktion, mein gegenüber zeigte keinerlei Reaktion. Ich versuchte es mit einem fragendem "Hellooooo ?" und erhielt wieder keine Antwort. Mein Gegenüber war eine Salzsäule, keinerlei Regungen. Ich blieb eine Weile vor ihm stehen, machte Faxen doch es kam nichts zurück. Enttäuscht gab ich auf und ging weiter. Nach einer Weile loggte ich mich im sicheren Wald aus, ließ die letzten Tage Revue passieren und fühlte mich auf einmal sehr sehr einsam in dieser Postapokalyptischen Welt.


Regular

In den ersten Tagen nachdem ich Skippy kennen lernte und mit ihm gemeinsam über die Server dackelte, amüsierte ich mich teilweise darüber das seine Stiefel nach kurzem Marsch von Pristine in den Status ruined wechselten. Auch heute noch frage ich ihn öfter, wenn ich Stiefel sehe, ob er denn neue braucht. Mittlerweile ist es aber Skippy der mich tagtäglich mindestens zwei mal fragt ob ich den ein neues Oberteil brauche.

Anfang der Woche trafen wir uns in Krasnostav und wollten wieder eine Rundreise in den Westen starten. Wir hatten vor auf dieser Tour uns mit Morphin, Epi usw. einzudecken, denn unsere Medizinischen Vorräte waren relativ mau. Wir erkundeten also erstmal Krasnostav und entledigten uns einiger Zombies. Dabei fiel mir auf das mal wieder mein Oberteil samt dort gelagerter Ausrüstung ruiniert war. Also suchte man nicht nur Medizinische Ausrüstung, auch ein neues Oberteil stand auf dem Einkaufszettel. Ich fand erstmal nur einen schicken Regenmantel in Orange und Skippy war es fast peinlich mich so zu sehen. Ich könnte mir ja gleich eine Zielscheibe auf die Brust malen. Doch lange trug ich dieses Designerstück nicht, denn bereits im nächsten Ort zerfetzte mir ein Zombie das tolle Stück, auch meine Weste machte es mit einem Schlag kaputt. Leicht angefressen suchte ich mir also wieder was neues zum anziehen und es ging zum nächsten Ort. Auch hier wieder das gleiche Spiel. Zombie gesichtet, Axt gezogen, Zombie hacken, Zombie trifft mich, Oberteil kaputt. Ich war etwas ungläubig, vor allem weil es Skippy nicht passierte. Wenn ihn ein Zombie traf blieb alles ganz, nur bei mir löste sich jedesmal das Oberteil in Wohlgefallen auf.
Da wir abends immer nur rund 1 1/2 - 2 Stunden Zeit zum Spielen hatten erstreckte sich unsere medizinische Einkaufstour auf die komplette Woche. Jedesmal wenn wir uns einloggten war die erste Frage von Skippy "Brauchst wieder ein Oberteil ?" und ich freute mich wie blöd wenn ich mal nein sagen konnte. Doch das war nicht sehr häufig. Um Oberteilschonender durch die Welt zu gehen, ging ich dazu über einige Schüsse abzugeben, bevor wir einen Ort betraten. Kam dann ein Zombie angerannt wurde es über den Haufen geballert. Blöd wurde es nur wenn die Viecher plötzlich aus allen Richtungen auf uns einströmten. Denn garantiert bekam ich dann von einem trotzdem eine verpasst und meine Klamotten litten weiter.

Auf unserer Reise plünderten wir noch das NW Airfield und statt Epi und Co. zu bunkern hatten wir nun Munition für einen Krieg im Gepäck. Ich konnte mich von oben bis unten im Flecktarn einkleiden und fühlte mich wie zu meiner Bundeswehrzeit, es fehlte nur das Bordeaux Barrett.
Unsere Tour ging weiter von Lopatino nach Vybor über Pustoshka bis zum Green Mountain. Ich freute mich das auch Skippy´s Klamotten mal was abbekamen und ärgerte mich das wir aber auch gar nix an medizinischer Ausrüstung fanden. Wir ließen Zelenogorsk und Pavlovo hinter uns und betraten die Militärbasis unter Pavlovo. Wir erkundeten die Basis und plötzlich sah ich jemanden zwischen zwei Gebäuden langhuschen. Ich rannte kurz hinterher und hörte dann Schüsse. Ich rannte weiter und sah nur einen toten Zombie. Ich rief "Wer ballert hier denn wie ein wilder rum ?" und hoffte auf irgendeine Reaktion. Ich sah den Jung nur einmal kurz und rief ihm ein "Hallo" hinterher. Es kam ein "Hallo" zurück aber er verschwand sofort in den Wald. Skippy lief auch rum und schaute wo der Jung war, doch anscheinend waren wir beide ihm nicht geheuer und so wich er uns immer wieder aus und reagierte nicht auf unsere Kommunikationsversuche.
Wir ließen ihn dann auch in Ruhe und machten uns auf Richtung Küste. Von Komarovo gingen wir weiter nach Balota und machten uns dort über das Zeltlager her. Mittlerweile hatte ich 3 gefüllte 60er Magazine plus rund 280 Schuss lose in der Munitionskiste. Auch Skippy hatte ähnliche Mengen gebunkert. Dafür das wir eigentlich friedlich durch die Welt zogen, waren wir mittlerweile wirklich für einen Krieg ausgerüstet. Nachdem wir die Zelte abgegrast hatten, gingen wir zum Flugplatz und schauten uns dort um. Skippy entdeckte einen Spieler der gerade aus einem Gebäude kam. Er sah uns ebenfalls und winkte uns freundlich zu. Also gingen wir hin, man tauschte Freundlichkeiten aus und kurze Zeit später kamen noch zwei weitere Spieler dazu. Man schnackte kurz und dann fingen wir an Ausrüstung zu tauschen. Munition, Magazine etc. wechselten die Besitzer und ich tauschte meine komplette Flecktarnausrüstung gegen schwarze Kleidung aus. Wenn man Schüsse hörte zuckte man kurz zusammen, doch meist hörte man dann sofort den Spruch" Das war ich...hab nen Zombie erschossen". Wir gingen gemeinsam die Gebäuse erkunden und kurz darauf verabschiedeten Skippy und ich uns und wir zogen weiter nach Cherno. Endlich mal ein entspanntes Zusammentreffen mit anderen Spielern, ich hatte schon fast den Glauben daran verloren, nachdem ich bisher fast nur Begegnungen hatte in denen mit Kugeln Hallo gesagt wurde.
In Cherno angekommen begann ich, dank der hohen Zombiedichte, mit Schießübungen. Ich wechselte die Visiere und die unterschiedlichen Entfernungseinstellungen durch und ballerte aus allen möglichen Entfernungen auf die verwesenden Viecher. Auch skippy testete seine Magnum an den Viechern aus. Danach machte ich weiter Schiessübungen um Entfernungen besser einschätzen zu können, um die Unterschiede zwischen stehendem anschlag, hockendem und liegendem herauszufinden und so verschoss ich um die 120 Schuss mit der M4 und 2 Magazine mit meiner FNX. Ich kam zu der Erkenntnis das ich ein mieserabler Schütze war oder einfach zu doof war die richtige Entfernungseinstellung zu finden. Wir machten uns dann irgendwann auf um weiter in Richtung Elektro zu marschieren und verabschiedeten uns kurz darauf um dann die Tage weiter nach medizinischer Ausrüstung zu suchen und um hoffentlich interessante Spielerbegegnungen zu erleben.

Offline Kaneda

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Re: DayZ Erfahrungen ("Schöne ruhige Welt" und "Brauchst du ein Oberteil ?")
« Antwort #23 am: Donnerstag, 29.Mai 2014 - 13:34 Uhr »
Munitionsmangel Fehlanzeige und Öhm...ich bin tot !!


Regular

Beim letzten mal waren Skippy und ich auf dem Weg nach Elektro. Wir hatten die Stadt nun erreicht, metzelten uns durch die Zombies und suchten weiterhin Medizinische Ausrüstung.
Nach kurzer Zeit trafen wir einen Spieler namens Kenny der zuerst ein wenig mit uns tauschte und nachdem wir die Stadt für gelootet erklärt hatten, schloß er sich uns an und zu dritt gingen wir wieder zurück in den Westen. Cherno ließen wir rasch hinter uns und wir liefen nach Balota. Auf dem gesamten Weg machten Kenny und ich Schießübungen, aus allen möglichen Entfernungen nahmen wir Zombies aufs Korn. So langsam aber sicher hatte ich es mit den Entfernungseinstellungen drauf. Was mir noch extreme Sorgen bereitete, war die FNX. Damit traf ich kein Scheunentor. Ich konnte auch machen was ich wollte, bei dem Aufsatzvisier bekam ich keinen Rotpunkt (muss hier nochmal im Forum suchen ob das ein Bug ist oder ich einfach zu doof bin).

In Balota angekommen trafen wir 2 weitere Überlebende, die sich uns anschlossen. Während wir das Zeltlager und den Flughafen abgrasten gesellte sich ein weiterer Spieler dazu. Er begrüßte uns mit den Worten das wir jetzt live bei Twitch sind und ob wir ein Problem damit hätten ?
Was macht man also wenn man gerade live im Internet zu sehen ist ? Genau...Unsinn !!
Also alberte unsere auf 6 Mann gewachsene Gruppe ein wenig rum, ich machte fleissig Erinnerungsschnappschüsse und zum Schluss ging es an die Munitionsvernichtung.
Zuerst versuchten wir die Gastanks zum explodieren zu bringen, doch bis auf ein paar Rauchfahnen und Stichflammen passierte nichts. Dann versuchte einer der Jungs mal die Vögel die über uns kreisten abzuschiessen, doch gebratenes Federvieh wollte dann doch nicht auf unsere Speisekarte.
Zum Schluß ging es zur Tankstelle und wild ballernd jagten wir sie ein ums andere mal in die Luft. Am Ende des Tages hatte ich rund 90 Schuss mit der FNX verballert und wieder um die 120 mit der M4. Gedanken das ich nun zu wenig für etwaige Feuergefechte haben könnte musste ich mir nicht wirklich machen. Einmal über den Zeltplatz gelaufen und ich hatte schon wieder genug zusammengesammelt. Der Jung der auf Twitch streamte schenkte uns plötzlich seine komplette Ausrüstung, bat uns dann ihn abzuknallen und verabschiedete sich von uns während er von unseren Kugeln durchsiebt wurde.
Wir quatschten noch eine ganze Weile und irgendwann loggte ich mich dann aus um gemütlich ins Kissen zu schnarchen.


Hardcore

Eine meiner ersten Aktionen auf dem Hardcoreserver war das wegschmeissen meiner SKS. Ich fand eine Mosin und ein ziemlich ramponiertes LRS und wollte die Waffe dann mal ausprobieren. Aber zuerst brauchte ich einen kleineren Rucksack (Schulterblick auf Hardcore mit den riesigen Teilen auf dem Rücken ziemlich witzlos) und ein ordentliches LRS. Also marschierte ich los Richtung NW Airfield. Ich fand auch sofort einen schnuckeligen Rucksack und bevor ich mich weiter ans erkunden machen konnte meldete sich Skippy. Ich erzählte ihm wo ich war und was ich vorhatte und wir wollten mal wieder gemeinsam losziehen. Praktischerweise hatte Skippy, neben seiner M4, auch eine Mosin mit einem heilen LRS drauf und somit musste ich nicht erst suchen. Da er aus Berezino kam, trafen wir uns in der Mitte und gingen dann gemeinsam nochmal Richtung NW Airfield.
Eine Erkenntnis war das die Jungleboots keine langen Strecken an meinen Füssen aushalten. Es war mittlerweile das dritte paar das ich ruiniert in die Ecke werfen durfte. Auf dem Airfield angekommen machten wir uns zuerst über das Zeltlager her. Die einzigen Leute die wir trafen rochen ein wenig streng und hatten einen begrenzten Wortschatz. Man fand das ein oder andere Ausrüstungsstück das man gebrauchen konnte und killte einige Zombies. Vorsichtig näherten wir uns im Anschluss dem Airfield, doch auch hier nur Zombies anwesend. Man killte wieder ein paar, untersuchte Gebäude und die Hangare und dann gingen wir langsam Richtung Tower. Erneut stellte sich ein Zombie uns in den Weg und schon gelangweilt ging ich mit meiner Axt auf ihn los.
Ich traf ihn einmal...er traf mich...und ich war tot  :o

Ziemlich verdutzt teilte ich das Skippy mit der auch total ungläubig reagierte. Als erstes dachte ich das mich ein Sniper erledigt hatte, doch Skippy erledigte den Zombie, stand an meiner Leiche und nichts passierte. Also es hatte mich wirklich dieses Viech mit einem Schlag getötet. Total gefrustet wartete ich eine Weile, da Skippy sich auf die Suche nach einem Defibrillator machte. Er wurde natürlich nicht fündig und somit nahm er meiner Leiche alles ab und ich respawnte neu.
Ich spawnte dann mal an einem ganz neuen Ort für mich. Ich nenne es das Neubaugebiet. Also der Bereich im Norden wo wohl noch die ein oder andere Stadt bzw. Dörfer entstehen sollen. Nun ist das ja mit der Orientierung bei mir so eine Sache, ich habe einfach keine. Also rannte ich ziemlich verloren los und natürlich erstmal in die falsche Richtung. Magengrummelnd erreichte ich das ende der Karte, schlug eine andere Richtung ein und hoffte das ich vielleicht die Bahnschienen erreichen könnte, denn da kannte ich mich einigermassen aus.
Während die Hunger und Durstmeldungen auf mich einprasselten, erreichte ich dann zum Glück die Bahnschienen und rannte dann Richtung Westen. Skippy rannte mir entgegen und er hatte einiges meiner Ausrüstung mitgenommen. Ich hatte ja noch die leise Hoffnung das wir, nachdem ich Skippy wiedertreffen würde, zurück zum Airfield laufen könnten und ich alles retten könnte.
Doch ein Serverreset machte diese Hoffnung zunichte.
Kurz vorm verhungern trafen Skippy und ich uns und ich futterte mich erstmal satt und soff wie ein bekloppter die Wasservorräte von Skippy leer. Anschliessend machten wir uns wieder auf zurück zum Airfield, Skippy hatte ja vieles gerettet, doch nicht alles, also musste ich mich ja wieder ausrüsten.
Wir kamen nördlich vom Airfield an und gingen erstmal in das Gefängnis dort. Es wirkte dann schon wie ein schlechter Scherz als wir dort im Treppenhaus gleich 2 Defibrillatoren fanden.

Durch diese ganze hin und her rennerei an diesem Abend war es mittlerweile schon recht spät geworden, Skippy und ich verabschiedeten uns kurz darauf und ich fiel kopfüber ins Bett, immer noch gefrustet von diesem tödlichen Hieb des Zombies.

« Letzte Änderung: Donnerstag, 29.Mai 2014 - 13:40 Uhr von Kaneda »

Offline Kaneda

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Re: DayZ Erfahrungen (Munitionsmangel...Fehlanzeige ! und Öhm...ich bin tot !!)
« Antwort #24 am: Samstag, 07.Jun 2014 - 22:41 Uhr »
Experimental wir kommen !!!


Nachdem es Ende Mai nicht zu dem von vielen erhofftem Update kam, war ich persönlich auch etwas enttäuscht. Ich hatte mich schon auf die Survival Aspekte gefreut und legte mir mit Skippy schon einen Plan zurecht was wir so alles fürs Angeln, Jagen und Feuer machen brauchten.
Ich rührte dann das Spiel auch nicht mehr an und nach gut einer Woche fragte mich Skippy ob wir denn mal wieder gemeinsam spielen wollten. Ich erklärte ihm das meine Motivation derzeit gen null lief und er schlug dann vor das wir doch einfach mal auf einen Experimental Server gehen könnten und dort unsere Survivallust ausleben könnten.

Ich sagte zu und wir verabredeten uns für den nächsten Tag.
Das Update war schnell gezogen und nach einigen Problemen mit meiner Internetleitung schafften wir es irgendwie dann uns auf einem Experimental Server einzuloggen.
Skippy rannte bereits irgendwo in der Nähe von Berezino rum und ich machte mich auf dem Weg zu ihm.  Auf dem Weg nach Berezino fand ich eine Axt und hackte fröhlich an den Bäumen rum und trug das erste selbst gehackte Feuerholz meiner DayZ Karriere wie eine Trophäe in meinem Schulranzen herum. Irgendwann kam ich in Berezino an und ich fand Skippy auch schnell. Zuerst bewunderten wir gegenseitig unsere Kleidungsauswahl (Ich trug ein schönes rosa Cappy, dazu eine gelbe Regenjacke, graue Jeans, grüne Turnschuhe und einen schicken roten Ranzen) und dann machten wir uns ans looten im oberen Teil von Berezino. Aus der Einkaufsliste standen Sachen die wir fürs Jagen/Angeln und fürs Feuer machen brauchten. Was wir fanden waren reichlich Kopfbedeckungen und Nahkampfwaffen. Ich stürmte gerade aus einem Haus heraus als mich das Rubberbanding wieder zurück zog. Genau in diesem Moment kam ein Spieler um die Ecke. Im vorbeigehen erklärte er mir im akzentfreien Englisch wie ich das Rubberbanding verhinderte und dann zog er weiter. "Netter Kerl" dachte ich, die erste Begegnung auf dem Server und man sprach miteinander anstatt die Waffen sprechen zu lassen.

Ich ging dann mit Skippy wesentlich vorsichtiger zu Werke denn der Gummibandeffekt nervte doch etwas. Irgendwann, wir betraten gerade ein Eckhaus, hörten wir Schüsse aber kümmerten uns nicht weiter drum, denn wir wollten uns ja fürs Jagen und Angeln ausrüsten. Im oberen Stockwerk pfiffen uns dann plötzlich Kugeln um die Ohren. Rechts und links schlugen die Geschosse ein und wir gingen erstmal in Deckung. Doch nur kurz, denn selbst stehend, halbwegs aus dem Fenster schauend, war es dem unbekannten Angreifer nicht vergönnt uns zu treffen. Wir amüsierten uns leicht über sein Unvermögen und verliessen das Gebäude. Von dem Angreifer war auch nichts mehr zu sehen. Skippy ging dann kurze Zeit später durch einen Durchgang und sagte mir das da eine Leiche liege. Ich kam zu ihm und sah den freundlichen Briten, der mir wenige Minuten zuvor noch so freundlich die Tipps gegeben hatte, im Staub liegen. Kurz ging mir ein "Schade um ihn" durch den Kopf und dann ging ich zum Alltag über und begann seine Leiche zu durchsuchen. Das einzig brauchbare war seine Schrotflinte. Bis auf die Munition in der Waffe hatte er leider keine mehr, doch 2 Schuss würden schon reichen um für Skippy und mich ein paar leckere Steaks zu schiessen.
Ich ging ein paar Ecken weiter, kam gerade an einer Mauer vorbei als ich heftig von einer Salve von rechts getroffen wurde. Das Bild verlor schlagartig seine Farbe und ich schaffte es gerade so aus der Schusslinie. Schwer blutend zog ich die Schrotflinte und rannte um die Mauer. Ich sah den Schützen, feuerte und meine Schrotladung verfehlte ihn knapp. Bevor ich das zweite mal abdrücken konnte, erwischte mich seine nächste Salve und ich fiel wie ein nasser Sack zu Boden.
Ich schwankte zwischen sauer sein und Unverständnis, hatte ich doch mehrfach gelesen und gehört das es auf den Experimental Servern entspannter zugehen sollte was das KOS oder PVP anging.

Nun ja, nach einer Zigarettenpause spawnte ich neu und erfuhr das Skippy ebenfalls erschossen wurde. Er hatte versucht den Typen mit seiner Nahkampfwaffe zu erlegen, schaffte es aber leider nicht ihn zu überraschen und musste dann also auch neu spawnen.
Ich spawnte dann an einer mir gänzlich unbekannten Stelle. Ich stand auf einer Wiese und ein paar Meter weiter neben einer Strasse stand eine eingezäunte Häuserbaustelle. Ich kam ja nun viel rum aber da war ich noch nie. Naja ich fragte dann den anwesenden Zombie wo ich denn sei, doch der grunzte mich nur unfreundlich an. Ich erledigte ihn dann in einem Boxkampf und machte mich auf, die Baustelle zu plündern. Im obersten Stockwerk erwischte mich dann urplötzlich ein heftiger Lag und ehe ich mich versah fiel ich plötzlich vom Gebäude. Ein Schrei und ich lag mit gebrochenen Beinen im Gras. Klasse dachte ich mir und bereute es die Tomate und die Zucchini sofort gegessen zu haben. Denn nun würde es ewig dauern bis ich verhungerte. Also versuchte ich das beste aus der Situation zu machen und kroch zur Strasse. Ich entschied mich den Weg bergab zu nehmen und während Skippy sich über meine Situation amüsierte, sah ich nach wenigen Minuten am Horizont ein Dach zwischen den Bäumen. Nach einer Ewigkeit erreichte ich den Ort, ich glaube es war Orlovets. Ich suchte mir einen Bewohner stupste ihn am Fuss an und liess mich von ihm zerfleischen. Erneut spawnte ich und kam in Dolina zur Welt (Verbessere mich Skippy wenn ich da mal wieder falsch liege...).
Schnell fand ich etwas zu futtern und auch einen weiteren Überlebenden. Wir gingen uns aber aus dem Weg. Skippy versuchte derweil dann in den Ort zu kommen, nachdem er sich zuerst nach Orlovets aufgemacht hatte. Wir quatschten über TS, ich betrat eine Kneipe, sah einen Kerl mit einer Knarre in der Hand und...war tot...

3 mal gestorben...2 mal davon erschossen und ich wollte doch nur verdammt noch mal was zum Angeln suchen, vielleicht ne Knarre zum jagen. Aber nein...auf den Experimental Servern liefen anscheinend genauso viele Schiesswütige Spieler rum wie auf den Regulären. Genervt spawnte ich neu, traf kurz darauf auf Skippy und loggte mich aus, da ich im realen Leben zur Arbeit musste.

Ich war genervt da ich bis auf Bäume fällen nichts hatte ausprobieren können.

Abends trafen wir uns dann erneut und mit frischem Mut und Elan gingen wir die Mission "alles Ausprobieren" an. Skippy hatte am Tag noch kurz weitergespielt und wir mussten uns erstmal wieder treffen. Ich war in der Nähe von Svetlojarsk und rannte beim Bahnhof rum. Ich spielte erstmal ein Last Man Standing mit 4 Zombies, den ersten erledigte ich mit den Fäusten, den zweiten mit einem Baseballschläger und die restlichen beiden mit einer Axt. Als der vierte zu Boden ging wurde ich plötzlich wieder beschossen. Ich fluchte Skippy die Ohren voll und rannte weg. Entlang der Bahnschienen rannte ich zu dem Namenlosen Ort (Cherno Pavo osä.) und fing dort an ein paar Sachen zusammen zu sammeln. Es herrschte rege Betriebsamkeit im Ort doch aufgrund meiner Erfahrungen an diesem Tag mied ich die anderen Menschen lieber.  Anschliessend rannte ich zu den Bahnschienen zurück und schaute mir die neue Stadt an die sich dort ausbreitete. Ich stellte mich an den Rand eines Abhangs und machte fleissig Screenshots, währen ich auf Skippy wartete. Während ich mir so die Stadt anschaute verlor mein Charakter wohl auf den glitschigen Steinen den Halt, purzelte fröhlich den Abhang runter und klatschte unsanft zu Boden. Erneut durfte ich neu spawnen und hatte Glück, denn ich spawnte wieder in der Nähe von Svetlojarsk. Skippy hatte mittlerweile auch den Ort erreicht und sicherte meine Leiche und das was heile geblieben war. Wir trafen uns anschliessend und erkundeten die Gegend. Skippy hatte, während ich neu spawnte 2 Spieler getroffen, die ihm eine Blaze schenkten und ihn in Ruhe liessen. Ich fand in einem Bahnwaggon eine Mosin und da Skippy auch noch Munition hatte, waren wir endlich bereit uns unser Abendessen zu schiessen. Doch, ihr ahnt es schon, dazu sollte es nicht kommen. Das Spiel fror bei mir (nicht zum ersten mal an diesem Tage) komplett ein und ich musste es neu starten. Nur kam ich auf den Server nicht mehr rauf, da dieser voll war. Somit musste ich über TS mitanhören wie Skippy mir erzählte das er gerade von jemanden überraschend KO geboxt wurde, geplündert und anschliessend getötet wurde. Als ich dann nach unzähligen Versuchen endlich wieder auf den Server kam, war keine Spur mehr von dem Angreifer zu sehen und ich konnte Skippy leider nicht rächen. Wir beschlossen dann es für den Tag sein zu lassen, verabschiedeten uns und ich machte immer noch leicht enttäuscht den Rechner aus.

Erkenntnisse des ersten Experimental Tages:
1. Es liegen verdammt viele Schulranzen rum.
2. Gott sei dank wird man von den Bäumen nicht erschlagen wenn man sie fällt und dann auf einen fallen.
3. Es ist eher Wunschdenken das man schnell alles fürs Feuer machen bzw. Angeln findet.
4. Schiesswütige Idioten sterben auch nicht auf den Experimental Servern aus.
5. Die neue Stadt sieht gut aus.
6. Rubberbanding nervt.
7. KOS nervt.
8. Ich sollte mehr Screenshots von meiner Kleidungsauswahl machen (Polizeijacke mit blauer Jogginghose und karierter Schiebermütze ist totschick).
9. Ständige Spielabstürze nerven.
10. Ich habe wieder Lust aufs Spiel getankt. (Die wichtigste Erkenntnis)

Offline Adsche

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Re: DayZ Erfahrungen (Experimental wir kommen !!!)
« Antwort #25 am: Sonntag, 08.Jun 2014 - 23:03 Uhr »
ich dattel auch zwischendurch den experimental,
habe nichts gehabt, nicht mal einen ranzen und wurde
stumpf über den haufen geschossen.
keine ahnung was das bringen soll wenn man nur
mit einer taschenlampe "bewaffnet" ist , umgenietet zu werden.
teilweise überlebt man dort nicht mal 10 minuten.
es ist echt traurig , aber wirklich war.
es ist nicht das erstemal das ich neu anfangen musste, aber wenn es
in einer tour passiert, verliert man echt die lust an dem game.
ich kann euch beiden sehr gut verstehen.
kopf hoch jungs vieleicht begegnen wir uns mal.....
bis dahin....

mfg Adsche

Offline Kaneda

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Re: DayZ Erfahrungen (Experimental wir kommen !!!)
« Antwort #26 am: Montag, 09.Jun 2014 - 12:19 Uhr »
"Die Kuhkiller" aka "Um die Wette kotzen"


Tag 2 unserer Experimental Reise.

Skippy und ich trafen uns erneut um auf den Experimental Servern mal ein bisschen was auszuprobieren.
Wir entschieden uns ziemlich schnell in den Westen zu reisen um einfach mehr Ruhe zu haben. Wir schnürten also unsere Stiefel und rannten die Bahnschienen gen Westen. Als erstes sammelte ich im Unterholz kleine Stöcker und auf einer Wiese Regenwürmer, Skippy schlug einen Ashwood Baum und erhielt so einen Stock für eine Angel und er fand auch sehr schnell ein Seil. Da wir eine Axt und eine Spitzhacke dabei hatte, stand dem Lagerfeuer nichts mehr im Wege und einen Haken zum Angeln würden wir auch schon noch finden.

Während wir nach Westen rannten hielten wir auch ständig die Augen offen nach Hirschen oder anderen Tieren. Es dauerte eine ganze Weile, dann rief Skippy plötzlich das da ein Hirsch sei. So trottelig wie ich war schaute und rannte ich erstmal in die falsche Richtung und meckerte das ich ihn nicht sehen konnte. "Da ist er, nun erschieß ihn schon" rief Skippy und endlich konnte ich ihn auch sehen. Die Mosin von der Schulter gezogen, angelegt, abgedrückt und der Hirsch lag im Gras. Skippy zückte sein Messer und begann das tote Tier zu zerlegen. Auch ich holte mir ein paar Steaks aus der Flanke und nun machten wir uns daran ein Lagerfeuer zu bauen. Wir entschieden uns das Feuer in einer Autowerkstatt zu machen und so bastelte ich die Feuerstelle, Skippy holte Steine und Holz und einen Streichholz später loderten die Flammen. WIR HATTEN FEUER GEMACHT !!
Stolz wie Oskar schmiss ich die Hirschsteaks ins Feuer und wir warteten. Zwischenzeitlich probierte Skippy dann aus was passierte wenn man einen Gaskanister ins Feuer warf, ich legte Munition rein und kurz danach eine Paprika. Skippy schmiss noch eine Dose Sardinien und eine Dose Spaghetti hinterher und wir schauten was passierte. Bei allem essbaren färbte sich der Hintergrund rot, bei allem anderen passierte nichts. Dann wollte ich mal schauen was die Steaks machten und wollte eins inspizieren, doch stattdessen klickte ich aus essen. "My mouth tastes weird" erschien und ich wusste das ich mir eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hatte. Ok, rohe Steaks sind nicht zum verzehr geeignet. Was tun in dieser Situation ? Finger in den Hals stecken ging ja schwerlich, doch bevor wir uns da Gedanken machen konnten, schmierte bei uns beiden das Spiel ab.

Wir fanden leider nicht mehr den gleichen Server und somit war unsere Feuerstelle und die darin brutzelnden Steaks weg. Gut, ich hatte ja eins roh verdrückt, doch das war ja eher unfreiwillig und ich hatte dadurch weiterhin das Problem einer Lebensmittelvergiftung. Kotzen war das Stichwort, also futterte ich alles was ich im Rucksack hatte und Skippy stopfte mich auch voll. Endlich entlud sich mein Mageninhalt, doch die Meldung "I feel nauseous" zeigte mir, das kotzen nicht die Lösung war.
Wir rannten dann in die nächste Ortschaft und suchten nach Kohletabletten. Zum Glück fanden wir auch eine einzige und meine Vergiftung hatte sich erledigt.

Unsere Suche konzentrierten wir nun massiv auf einen Angelhaken, denn Angeln wollten wir unbedingt noch ausprobieren. Wir klapperten wirklich jede Ortschaft im Westen ab und fanden nicht einen Haken, was ziemlich frustrierend war. Allerdings fanden wir andere neue Sachen wie z.b. eine Potthässliche Tarnhose, eine Nerdbrille und eine P1. Die AK oder Longhorn konnten wir nicht ausfindig machen. Was wir dann aber noch fanden, war eine einsame vor sich hin grasende Kuh und da wir das braten nicht beenden konnten, schossen wir uns das Tier und legten wieder eine Feuerstelle an. Während wir warteten das das Fleisch durch war, versuchten wir unser Glück mit Beeren sammeln. Skippy fand dann auch blaue und schob sie sich sofort in den Mund. Keine gute Entscheidung wie wir festellen mussten, auch er holte sich eine Lebensmittelvergiftung. Doch bevor er sich darum kümmern wollte, holte er noch das auf den Punkt gebratene Fleisch aus dem Feuer und begann dann sich voll zu futtern. Doch wieder einmal verloren wir den Server und mussten neu starten und erneut auf einem neuen Server. Skippy rannte in die Ortschaft und brachte sich durch am Brunnen trinken zum kotzen und ich experimentierte mit den 4 (!!!) Kühen die um mich herum standen. Eine versuchte ich mit dem Küchenmesser zu erlegen, eine weitere mit meinen Fäusten, da dies aber extrem langwierig war erledigte ich die restlichen mit meiner Hacke. Fleisch hatten wir also wieder genug und Skippy bastelte sich auch noch einen Rucksack aus der Kuhhaut. Wie ich schon schrieb rannten wir wirklich in jede Ortschaft um Angelhaken bzw. neue Ausrüstung zu suchen, nun mussten wir also auch was gegen Skippy´s Lebensmittelvergiftung finden. Wir wurden absolut nicht fündig und so wurde es zum Ritual das Skippy in jedem Ort mit Brunnen sich erstmal zum kotzen brachte um die Vergiftung zu verzögern. Er trank auch noch eine Alkohol Tinktur, futtere alle Pillen die wir fanden und ich drückte ihm Kochsalzlösungen rein. Es brachte alles keine Linderung und durch das ständige kotzen und die Kochsalzlösungen verzögerten wir nur das unvermeidliche. Skippy nahm es mit Humor und gewöhnte sich an das farblose Bild.

Wir erreichten schließlich Zelenogorsk und nach zahlreichen Stunden die wir erfolglos nach Angelhaken suchten, wurde ich endlich fündig, im Kofferraum eines rostigen Autos lag er, ein Angelhaken, der heilige Gral des Angelns. Ich bastelte also die Angel und den Köder zusammen und wir wollten uns einen See suchen. Doch Skippy fand dann einen Aufsatz für den Gaskanister und so probierten wir erstmal das braten auf dem Gaskocher aus. Mitten auf der Strasse brutzelten wir unsere Steaks und ich verpasste den Augenblick in dem sie fertig waren und somit hatten wir verbrannte Steaks. Das bisschen verbrannt wird schon nicht so schlimm sein dachte ich mir und futterte eins. Großer Fehler, denn erneut holte ich mir eine Lebensmittelvergiftung. Jetzt konnten wir beide also um die Wette kotzen. Wir machten es uns gerade an einem Brunnen gemütlich, ich kotzte Skippy auf die Stiefel und erneut verloren wir den Server. Keine Ahnung wie oft uns das den ganzen Tag über passierte aber es nervte uns nicht mal mehr. Ich jointe erneut einem Server und stellte fest das jemand bereits in Zelenogorsk war. Die Türen standen weit offen. Während ich auf Skippy wartete (Server voll) lief ich ein wenig rum und suchte nach Kohletabletten. Nach kurzer Zeit konnte Skippy auf den Server rauf, doch das hätte er sich sparen können, genau in dem Moment wo er auf den Server kam, wurde er erschossen und keine 3 Sekunden später hörte ich nur einen Schuss und lag ebenfalls mit dem Gesicht im Gras. Im ersten Moment war mir das echt egal, doch dann fiel mir ein das meine Angel, meine Würmer und mein mühsam gesuchter Haken weg waren und ich jammerte ins Mikrofon.

Gut an der Situation konnte man ja nun nichts mehr ändern, also respawnten wir neu und kamen beide in Berezino raus. Skippy erzählte mir wo er war und ich rannte in seine Richtung. Vor der offenen Tür eines Hauses lag eine Leiche, es war niemand zu sehen also schlich ich mich vorsichtig an und plünderte dann ganz schnell alles was ich mir greifen konnte. Der tote hatte eine AK was mich sehr freute, ich rannte dann sofort weg und bemerkte wie mir jemand folgte. Ich rannte in eine Fabrikhalle und zog die Waffe. Der unbekannte kam mir hinterher und total abgehakt sprach er mich an, ich verstand irgendwas von "Hunting" und dann "Drop your Weapon". In dem Moment sah ich einen weiteren Typen vor der Halle der auf mich anlegte und abdrückte. Er traf mich, mein Bild verlor Farbe aber ich lebte noch, also rannte ich am ersten vorbei, aus der Halle. Im vorbeilaufen knallte ich den Schützen nieder und wollte mir dann den anderen schnappen. Doch der rannte weg, kam aber kurz darauf wieder und hatte 4 Zombies, die ich wohl mit meinen Schüssen angelockt hatte, im Schlepptau. Er tanzte um mich herum und die Zombies wollten schließlich mir ans Leder. Ich erschoss den Typen und rannte dann hastig weg um die Zombies loszuwerden. Ich hatte sie dann relativ schnell abgehängt und konnte nun endlich mal schauen was ich da so alles von der Leiche mitgenommen hatte. Leider war alles bis auf bisschen Munition ruiniert aber...ich hatte eine AK...und ich liebte sie jetzt schon !!! Nicht nur wegen dem 75er Trommelmagazin, auch das Scope war echt schick, sie klang gut und ich hatte das Gefühl das sie nicht so stark verzog wenn man aus dem laufen schoss.
Während ich meine AK knuddelte meldete sich Skippy zu Wort und teilte mir mit das er blutend und ohne Verbandszeug die Straßen lang lief und mich suchte. Ich zerriss mein T-Shirt und rannte zur Krankenstation, den dahin wollte Skippy. Wir trafen uns dort und er konnte sich verbinden. Dann gingen wir ins Gebäude und ich legte Skippy die AK hin, damit er sie sich mal anschauen konnte. Er hatte sie kaum aufgehoben, da stürmte ein mit Baseballschläger bewaffneter Typ rein und verpasste Skippy eine. Bevor er ihn ein zweites mal schlagen konnte, boxte ich auf den Typen ein und Skippy bekam die Waffe gezogen und schoss wie wild los. Es grenzte an ein Wunder das ich das überlebte bei der Masse an Kugeln die Skippy in den kleinen Raum jagte, der Angreifer überlebte es jedenfalls nicht. Wir beschlossen dann schnellstmöglich Berezino zu verlassen. Wir rannten nach Norden an Svetlojarsk vorbei zu der neuen Stadt. Dort suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen und loggten uns aus.

Erkenntnisse des Tages:
1. Keine blauen Beeren essen.
2. Rohes und verbranntes Fleisch meiden.
3. Angelhaken sind echt verdammt schwer zu finden.
4. Die AK gefällt mir richtig gut.
5. Die Axt nutzt mit jedem Baum der gefällt wir ab.
6. Je besser der Zustand des Messers, desto mehr Fleisch bekommt man.
7. Rubberbanding nervt extrem, man kann noch so vorsichtig sein, irgendwo erwischt es einen immer.
8. Spielabstürze und Session lost sind nervig, vor allem wenn man gerade Fleisch im Feuer hat.



Ach ja...ich habe jetzt eigentlich fast immer fraps mitlaufen (ausser in den spannenden Momenten :-[ ). Nur irgendwie habe ich das problem das meine Stimme (obwohl alles auf max. gestellt ist) kaum zu hören ist. Falls da jemand Rat weiß und generell Tipps für die optimale Einstellung (Frames) hat oder ein gutes Bearbeitungsprogramm hat...gerne eine PM an mich...danke...
 

Offline Skippyger

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Re: DayZ Erfahrungen (Die Kuhkiller" aka "Um die Wette kotzen)
« Antwort #27 am: Montag, 09.Jun 2014 - 13:01 Uhr »
Es macht echt mehr spass auf experimentell. Gerade die vielen neuen Sachen, man hat so viel neues zu entdecken. Was wir noch gelernt haben ist das wir unser Augenmerk auf andere Sachen halten müssen. Weg von Munition  mehr Kohletabletten, Seil,Axt ,Schaufel ,Streichhölzer und Küchenmesser . Also all die Sachen die wir sonst haben immer liegen gelassen.

Offline Adsche

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Re: DayZ Erfahrungen (Die Kuhkiller" aka "Um die Wette kotzen)
« Antwort #28 am: Montag, 09.Jun 2014 - 21:33 Uhr »
Bei mir war's heute so, wo ich mich ausgeloggt hatte und wieder ins spiel wollte war ich mal wieder am strand. Neuanfang sachen gesucht , beim nächsten einloggen war ich in einer völlig anderen stadt gespawnt worden als da wo ich mich aus loggte und die Hälfte meines Inventars war einfach weg. Rubberbanding ging eigentlich soweit. Waffen waren auch nicht wirklich zu finden ausser eine schrotflinte. Aber auf jedenfall habe ich heute mal die neue stadt kennen gelernt.

Offline Skippyger

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Re: DayZ Erfahrungen (Die Kuhkiller" aka "Um die Wette kotzen)
« Antwort #29 am: Samstag, 14.Jun 2014 - 22:42 Uhr »
Adsche diese erfahrung haben wir auch gemacht. Sobald wir merken das es nicht unser Charakter ist wechseln wir den Server.